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Donnerstag, 9. September 2010

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Die Tränen der Rührung sind lange versiegt


Ein Sturmwind raste über das Land,
riss das welke Laub von den Bäumen
und den Lügnern die Maske vom Gesicht
und die Schuldigen aus ihren Träumen.

Sie wussten erfolgreich die Gesetze zu benennen,
die ihnen Legalität verliehn,
die Kleinen kamen vors Gericht,
die Großen ließ man rennen.

Und sie gingen sehr weit über die Grenzen hinaus,
verlebten des Volkes Geld.
Mitunter kommen unsere Kinder zu Besuch,
doch nichts gibt es, was sie hier noch hält.

Die uns regiert sind alt und senil
Und wollen auch nichts mehr verstehn,
nur wenn es um Gesetze geht,
wissen sie sich geschickt zu drehn.

Was sollen die peinlich langen Prozesse gegen Mumien,
sie schlucken nur unser Geld
sie machen das Unrecht auch nicht gut
und verbessern nicht unsere Welt.

Die Tränen der Rührung sind lange versiegt,
geblieben ist Realität, die gezeichnet ist von Hoffnung und Mut,
von Arbeitswillen, den man zu oft verschmäht.

Die Angst um den Arbeitsplatz macht Vieles kaputt,
um was man uns früher beneidet.
Der Bürokratismus in höchster Potenz
hat manchen Rechtskampf verleitet.

Doch Wehleiden und Klagen hilft uns nicht,
hat uns früher schon nichts gebracht.
Und es stünde uns heute wieder gut zu Gesicht,
uns zu besinnen auf unsere eigene Kraft.

31.01.1993
Gisa Neumann

 

Letzte Änderung: 03. März 2008

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